A part cela : bien que je ne sois pas un fanatique de la date de péremption, lorsque celle-ci se rapproche du siècle dernier, la confiance perd ses repères. Et puisque je crains dans mes mauvais rêves l’éclatement d’une nouvelle guerre au cours de laquelle, plus certainement que sous des bombes, je mourrai empoisonné par mon stock des jours paisibles, j’ai donc viré.
Mais pourquoi raconté-je cela ? Le fait de jeter cette nourriture insolite, si préservée sur les images de l’emballage et finalement jamais goûtée, a tout de même dû me chagriner. Ce n’était que de la bouffe, mais que de choses précieuses, venant de loin par essence, ont été enterrées, puis oubliées, là où elles se gardaient ! L’âme, et fût-elle celle d’une chambre froide, ne supporte guère d’être privée des vieilles lunes ; cependant, peut-on accepter que, par manque d’espace, elle ne serve plus à rien ?
Kühlschrank
Ich habe den Kühlschrank aufgeräumt. Es befand sich ein ganzer Haufen Nahrungsmittel darin, die eigentlich nur noch angerostete Urlaubserinnerung waren, denn ich komme immer mit Konserven zurück, die mir, einmal am Heimathafen, nicht mehr so recht zusagen. Oder aber man hat sie mir mitgebracht, weil man meine Lust am Exotischen und Oralen kennt. Doch der Kopf ist abenteuerlustiger als der Magen, der stets Erdfühlung behält. Bin ich bei mir, ist mein Bauch bei sich und lässt mich das auch spüren. Dieser Herr hat seine eigenen Erinnerungen, die ihm wichtig sind – es sind die meiner Ahnen – und mir gelingt es dann nicht mehr, den Früchten der Fremde genügend Begeisterung entgegenzubringen. Der Magen ist vielleicht nicht der Liebe Gott, aber er ist doch mächtig genug zu verhindern, dass man sich zu Hause auf die Äpfel eines fernen Paradieses stürzt. Um mich krass auszudrücken: Auf sicherem Boden hat der simple Appetit Vorrang vor der geistigen Gier und der reine Durst vor dem Wissensdurst. Wer käme, ehrlich gesagt, auf die Idee, bei sich auf dem Sofa zu einer verbeulten Dose basil seed drink with honey nủớc hột é zu greifen, oder auch nur den gewohnten Braten mit einer (erklärtermaßen aus Sirup und Zucker hergestellten) mint sauce aus einem Großmarkt des Greater London zu genießen?
Abgesehen davon, obschon ich kein Fanatiker von Verfallsdaten bin: Nähern sich diese dem vergangenen Jahrhundert, verliert das Vertrauen seine Bezugspunkte. Zudem befürchte ich in meinen Alpträumen den Ausbruch eines neuerlichen Kriegs, in dessen Verlauf ich mit größerer Sicherheit von meinem Hamstergut aus besseren Tagen vergiftet werde als dass ich den Bomben erläge. Ich habe das Zeug also entsorgt.
Doch warum erzähle ich das? Die Tatsache, diese ausgefallenen Speisen, die auf den Dosenbildchen noch so gut aussahen und schließlich niemals gekostet wurden, weggeworfen zu haben, hat mich trotz allem traurig gemacht. Es waren nur Fressalien, aber wie viel Köstliches, das von Natur aus von weit herkommt, wurde vergraben und vergessen dort, wo es sich erhalten hat! Die Seele, und sei es auch nur die eines Kühlraums, erträgt den Verlust ihres Trödels nur schwer. Kann man aber akzeptieren, dass sie mangels Platz zu nichts mehr nutze ist?
19 Septembre 2009