jeudi 7 août 2014

Wie die Leute, die sich das vorstellen, sich das nur vorstellen.

Es ist sauschwer, sich nach dem Tod vorzustellen, so als reine Luftigkeit. Ein klein wenig als Luft sieht man sich zwangsläufig schon vorher, muss man ja, wenn man ständig ignoriert wird, aber nichts als Geist- oder Seelenhauch geht eindeutig zu weit. Jeder hängt bis zum Ende doch immer noch an seinen paar körperlichen Bedürfnissen und müsste sich dann völlig umgewöhnen. Ebenso hängt man an seinen Unzulänglichkeiten, seinen Charakterfehlern, und ob man die alle mitnehmen darf? Darf man, ist viel Arbeit beispielsweise im Paradies, damit das mit unserem Eintreffen zu keiner zweiten Hölle wird, denn Einzelzelle steht vermutlich nicht zur Verfügung. Und überhaupt: Paradies. Ohne einen selbst mit drin ist es als Konzept sicherlich nix wert – aber mit einem? Und je später, desto schwieriger wird das mit dem Umzug, denn alte Bäume sollte man bekanntlich nicht mehr verpflanzen. Und nun ist ja auch das Eingehen beispielsweise in solch ein Paradies ein Verpflanzen, und zwar ein besonderes, für Gewohnheitsmenschen sicherlich kaum erträgliches. Wie kann man nach den Erfahrungen eines ganzen Lebens dort noch heimisch werden, selbst langfristig gesehen? Sollte es etwa weitergehen wie gehabt, nur dass fortan unsere kindischen Wünsche erfüllt werden? Etwa, wie manche annehmen, per von Engeln vorgenommener Ganzkörpermassage des Astralkörpers? Es scheint gerade auch hier der geeignete Zeitpunkt verpasst. Ich weiß wirklich nicht, wie diejenigen, die sich das vorstellen, sich das vorstellen.

17. Oktober 2013 / 7. August 2014

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