Kunstförderung ist tatsächlich nicht alles, es gibt Naturgesetze, die sogar die Kunstförderung nicht außer Kraft zu setzen vermag. Nicht die Kunstförderung und nicht das Preiswesen. Ich nehme zum Beispiel das lyrische Pneuma, das nicht nur nach Aufblasen, sondern auch nach einem Rohr verlangt, um erhört zu werden. Ob man schon von Rohrförderung reden kann, ist mir nicht bekannt. Womöglich fördern sich die Rohre ja selbst, gegenseitig, gleiten liebevoll ineinander, und die öffentliche Hand erhebt sich nur segnend hinterher.
Andererseits meint so ein Rechtfertigender, da scheine etwas dem Verständnis davonzufliegen, weil es zu schwer sei. Sollte ihm entgangen sein, dass es das Leichte ist, was gegebenenfalls davonfliegt? Das Schwere bleibt liegen, schwer im Magen etwa. Das Leichte hingegen – ein Häuchlein Lebendigkeit genügt und schon flattert es seiner Rechtfertigung davon.
Wenn doch nur die Luft zählt, wenn es doch zugeht wie in einer Orgel, wenn doch aus reiner Luft regelrechte Erhebung entsteht, muss es sich um eine Art von Kirche handeln. Da ist der Glaube dann das Wesentliche, die Wahrscheinlichkeit belanglos. Da kann einer natürlich sagen, was ihm zufällig in den Sinn kommt, noch so Törichtes von sich geben: es wird einzig die Person angeschaut und die Möglichkeit eingeschätzt, ob es sich dabei um einen Musensohn handeln könnte. Es überzeugt dann eben allein das Erscheinungsbild. Der Glaube ist unersetzlich, wenn man keine Ahnung hat, aber die Orgel dazu aufspielt.
Ach, Fraß nur eines Kochs, dem Kochen schrecklich
Leicht zu fallen scheint:
Mir, fressend, schwant schon, was er meint;
Dass es dem Koch geschwant, ist auch gut möglich.
Purzelt ein Manna grad so raus, als Gabe
Des Himmels sozusagen:
Mir, schwanend, helfen keine Fragen;
Ich merk nur, was ich habe und nicht habe.
Will nicht behaupten, dass die Kocherei
Groß Mühe machen muss.
Wer endlos darbt, leckt mit Genuss
Noch an herausgekotztem Wörterbrei.
26. August 2016 / 11. Januar 2017
Aucun commentaire:
Enregistrer un commentaire